Isoflurannarkose bei Ferkelkastration

Der Bundesrat hat der Verordnung zur Isoflurannarkose zu Gunsten der Landwirte zugestimmt und bittet nun die Bundesregierung, die Verordnung in folgenden Punkte anzupassen/zu ergänzen:

Der Bundesrat hat der Verordnung zur Isoflurannarkose zu Gunsten der Landwirte zugestimmt und bittet nun die Bundesregierung, die Verordnung in folgenden Punkte anzupassen/zu ergänzen:

  • Es soll eine Leitlinie für die fachliche Praxis entstehen.
  • Die Bundesregierung muss prüfen, ob die Abgabe des Narkosemittels an die Landwirte mit dem Arzneimittelrecht vereinbar ist.
  • Der Befähigungskurs soll von sechs auf zwölf Stunden (und damit Zweitägig) erweitert werden.
  • Der Sachkundenachweis soll auf einer theoretischen und fachlichen Prüfung mit der Durchführung der Betäubung von Ferkeln zum Zweck der Kastration basieren. Eine reine Demonstration soll nicht ausreichen.
  • Bei den Kursen ist ein/e Tierärztin oder Tierarzt zwingend erforderlich.
  • Komplikationen bei der Durchführung müssen vom Landwirt festgehalten und drei Jahre lang aufbewahrt werden.  

Die Umsetzung der Maßnahmen wird voraussichtlich bis Anfang nächsten Jahres dauern. Die Schulungsunterlagen müssen aktualisiert und die Geräte durch die DLG auf Anwender- und Tierschutz geprüft werden. Nur geprüfte Geräte können vom Bund finanziell unterstützt werden. Der geplanter Zuschuss beträgt 40 % der Investitionskosten.

 

Quelle: www.topagrar.com/schwein/news/isofluran-ferkelkastrations-abitur-11820148.html