Infoveranstaltung für Hofglück-Betriebe

Am 25. Februar fand eine Informationsveranstaltung für VZ-Hofglückbetriebe mit dem Themenschwerpunkt der „optimalen Fütterung und Haltung von Schweine zur Verhinderung von Aggressionen und Fehlverhalten“ statt. Dazu wurden drei Referenten, mit den jeweiligen Schwerpunkten, aus der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft eingeladen.

Nach einem kurzen Grußwort begann Hans Künzler (VZ) mit der Vorstellung aktueller Analysen und Auswertungen. Dabei ging es zuerst um das Salmonellenmonitoring. Hier betonte der Gastgeber der VZ, dass die EDEKA „an den Salmonellen Ergebnissen sehr interessiert ist“. Im Folgenden wurden Vor- und Nachteile des Hofglück Programmes sowie die unterschiedlichen Variationen der Strohhaltung in den Betrieben bildlich dargestellt. Mit seinem Anspruch „besser“ zu sein als der Standard Hofglück Betrieb beendete er seine Ausführungen.

 

Haltungsmaßnahmen gegen Schwanzbeißen

Frau Dr. Christine Jais von der Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub hat sich mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen von Belastbarkeiten bei den Schweinen befasst. Wetterumschwung, anderes Mineralfutter oder der Ausfall der Fütterungstechnik können das bekannte „Fass“ zum Überlaufen bringen. Ihre diesbezügliche Empfehlung lautet, solche Stresssituationen vorzubeugen, beispielsweise durch die Gabe von verzehrbarem Beschäftigungsmaterial oder mehr Platzangebot. Zudem empfiehlt sie, aufgrund der schwierigen Einzeltierkontrolle, kleinere Gruppengröße und eine Kontrolle der Durchflussmenge bei den Tränken vor der Einstallung durchzuführen. Häufig weniger Stress, sieht Frau Dr. Jais problemloser, als selten viel Stress für die Tiere.  

 

Aggressionen und Fehlverhalten durch die Fütterung vermeiden

Im Anschluss ist Herr Dr. Schneider, ebenfalls von der Landesanstalt in Grub, auf die Sättigung, Verdauung, Beschäftigung und Gesundheit eingegangen. Sowohl die zusätzliche Fütterung von (Roh-) Faser als auch eine Zugabe von Sojabohnen ergaben nicht die gewünschten Ergebnisse. Eine Futteruntersuchung, so empfiehlt Dr. Schneider, kann ein schnelles und kostengünstiges Ergebnis liefern und eine Belastung von Mykotoxinen sowie bei der Gestaltung der Futterrationen helfen. Beide Referenten waren sich einig, dass die Tiergesundheit ein wichtiger Faktor in der Minimierung des Fehlverhaltens der Tiere sei.